Boas hielt sein Versprechen und kam früh am nächsten Morgen zum Stadttor, dem Ort, an dem die Israeliten öffentliche Geschäfte abwickelten. Er fand den Verwandten, der näher war als er selbst, und lud auch zehn Älteste der Stadt ein, als Zeugen zu dienen. Boas brachte die Angelegenheit diesem Verwandten vor: Noomi wollte das Feld, das Elimelek gehörte, verkaufen, und als nächster Verwandter hatte er das erste Rückkaufrecht. Der Mann sagte zunächst, dass er bereit sei, das Land abzukaufen, aber als Boas weiter erklärte, dass die Ablösung des Landes auch erforderte, die Moabiterin Ruth zur Frau zu nehmen, um einen Namen für den Verstorbenen auf dem Anwesen zu bewahren, änderte der Verwandte seine Meinung und sagte, es würde seinem eigenen Erbe schaden, und er gab Boas das Recht auf Ablösung. Dem damaligen Brauch entsprechend zog der Mann seine Sandale aus und gab sie Boas als Zeichen der Transaktion. Im Beisein aller Ältesten und des Volkes erklärte Boas, dass er den gesamten Besitz Elimeleks und seiner Söhne gekauft und auch Ruth geheiratet habe. Alle Anwesenden segneten sie. Später gebar Ruth einen Sohn, den sie Obed nannten. Die Frauen der Nachbarschaft freuten sich für Noomi und sagten, das Kind sei besser als sieben Söhne. Naomi hielt das Kind in ihren Armen, ihr Herz war voller Dankbarkeit und Freude. Obed wurde später der Vater von Isai, dem Vater von König David. So wurde eine ausländische Frau aus Moab durch Glauben und Loyalität in die angesehenste königliche Linie Israels aufgenommen.
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