Nach dem großen Sieg auf dem Berg Karmel gelobte Königin Isebel, Elias zu töten. Derselbe Prophet, der Hunderten von falschen Propheten tapfer entgegengetreten war, floh nun voller Angst in die Wildnis, setzte sich unter einen Ginsterstrauch und bat Gott, ihm das Leben zu nehmen. Gott sandte einen Engel, um ihm Nahrung und Wasser zu geben, und mit der Kraft dieser Nahrung marschierte er vierzig Tage und vierzig Nächte zum Berg Horeb. In einer Höhle fragte Gott ihn, warum er dort sei, und Elia schüttete ihm seine Einsamkeit und Verzweiflung aus. Gott sagte ihm, er solle sich auf den Berg stellen – ein starker Wind riss die Felsen auf, ein Erdbeben erschütterte den Boden und ein Feuer loderte vorbei, aber Gott war in keinem von ihnen. Dann erklang ein sanftes Flüstern und in dieser Stille begegnete Elia Gott erneut. Gott gab ihm eine neue Mission, sagte ihm, dass siebentausend Gläubige sich nicht vor Baal gebeugt hatten, und sandte ihn, um Elisa zum nächsten Propheten zu salben.
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