Am frühen Sonntagmorgen, als es noch dunkel war, machten sich Maria Magdalena und eine weitere Maria auf den Weg zum Grab. Sie hatten spezielle Gewürze gekauft, um den Körper Jesu zu salben. Sie gingen ruhig durch die leeren Straßen. Die Sonne begann gerade aufzugehen. Sie wussten nicht, dass sie Zeuge des größten Wunders der Geschichte werden würden. Ihre Herzen waren voller Trauer, aber sie wollten Jesus ihre letzte Ehre erweisen. Plötzlich ereignete sich ein schreckliches Erdbeben! Ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab. Er rollte den Stein vom Grabeingang weg und setzte sich darauf. Sein Aussehen strahlte wie ein Blitz und seine Kleidung war weiß wie Schnee. Die Wachen sahen ihn und fürchteten sich wie tote Menschen – sie fielen vor Angst in Ohnmacht. Gott hat etwas Unglaubliches getan. Der Engel blickte die Frauen mit einem freundlichen Lächeln an. „Fürchte dich nicht“, sagte er, „ich weiß, dass du nach Jesus suchst, der gekreuzigt wurde. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, genau wie er es gesagt hat! Komm und sieh dir den Ort an, an dem er begraben wurde. Dann geh schnell und verkünde seinen Jüngern, dass er von den Toten auferstanden ist.“ Die Frauen hatten Angst und waren zugleich von großer Freude erfüllt. Die Frauen eilten ins Grab, um sich selbst ein Bild zu machen. Sie schauten auf die Stelle, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte. Die feinen Leinentücher, die seinen Körper umhüllten, waren noch da, ordentlich gefaltet. Das Tuch, das sein Gesicht bedeckte, lag an einer anderen Stelle, ebenfalls gefaltet. Jesus war weg! Aber seine Grabtücher waren noch da, wie ein leerer Kokon. Er war auferstanden! Als die Frauen liefen, um es den Jüngern zu erzählen, kam ihnen plötzlich Jesus entgegen. 'Grüße!' Sagte Jesus mit einem Lächeln. Die Frauen rannten zu ihm, packten seine Füße und beteten ihn an. Sie waren so glücklich, dass sie sich kaum beherrschen konnten. Jesus war auferstanden! Sie berührten seine Füße und wussten, dass er es wirklich war. Die Auferstehung war real! Während dies alles geschah, zitterten die Wächter am Grab vor Angst. Als sie den Engel sahen und das Erdbeben spürten, fielen sie wie tot zu Boden. Als sie schließlich den Mut aufbrachten, die Augen zu öffnen, stellten sie fest, dass der Stein weggerollt worden war. Sie rannten so schnell sie konnten zurück in die Stadt und erzählten den Oberpriestern alles, was passiert war. Sie zitterten vor Angst. Jesus blickte die Frauen mit dem herzlichsten Lächeln an. Er sagte: „Hab keine Angst.“ Geh und sag meinen Jüngern, dass ich sie in Galiläa treffen werde. Sie werden mich hier sehen, wie ich versprochen habe.' Die Frauen rannten los, um die Jünger zu finden. Ihre Herzen waren voller großer Freude und sie konnten nicht aufhören zu rennen. Sie würden der Welt die besten Nachrichten aller Zeiten überbringen. Maria rannte los, um die Jünger zu finden. Sie fand Peter und John und erzählte ihnen diese erstaunliche Neuigkeit. „Der Herr ist auferstanden!“ sagte sie. „Er ist mir erschienen!“ Peter und John waren sehr aufgeregt. John rannte zum Grab. Peter folgte direkt hinter ihm. Sie wollten unbedingt mit eigenen Augen sehen, dass Jesus wirklich gegangen war. Ihre Herzen klopften vor Hoffnung und Angst. Johannes lief schneller als Petrus und erreichte als Erster das Grab. Aber er ging nicht hinein, sondern wartete auf Peter. Petrus stürmte an ihm vorbei und rannte direkt ins Grab. Er sah die Leinentücher dort liegen, und das Tuch, das das Gesicht Jesu bedeckte, war separat gefaltet. Petrus sah John an und sagte: „Es ist wahr! Der Herr ist wirklich auferstanden!“ Petrus und Johannes schauten in das Grab. Das Grab war völlig leer! Die Leinentücher, die den Körper Jesu umhüllt hatten, lagen ordentlich dort. Das Tuch, das sein Gesicht bedeckte, wurde ebenfalls gefaltet und an einer anderen Stelle platziert. Jesus war weg! Aber seine Grabtücher blieben zurück wie ein leerer Kokon. Sie glaubten ohne Zweifel daran, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Peter und John kehrten in ihre Häuser zurück und waren erstaunt über das, was sie gesehen hatten. Die anderen Jünger warteten und fragten, was passiert sei. Sie erzählten ihnen alles – das leere Grab, die gefalteten Tücher, die Botschaft des Engels. Einige glaubten, andere waren immer noch verwirrt. Es war das Wunderbarste in der Geschichte, schwer zu verstehen. Als Petrus und Johannes nach Hause gingen, blieb Maria Magdalena weinend am Grab. Sie konnte nicht aufhören zu weinen, weil sie dachte, jemand hätte den Körper ihres Herrn weggenommen. Sie schaute noch einmal in das Grab und sah zwei Engel in Weiß, die dort saßen, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte. Sie fragten sie: „Frau, warum weinst du?“ Sie antwortete: „Weil sie meinen Herrn weggenommen haben.“ Danach hörte Maria hinter sich eine Stimme sagen: „Frau, warum weinst du? Wen suchst du?“ Maria drehte sich um und sah Jesus dort stehen. Zuerst erkannte sie ihn nicht und dachte, er sei ein Gärtner. Dann rief Jesus ihren Namen: „Maria!“ – seine Stimme war so vertraut. "Maria!" Sie drehte sich um, rannte auf ihn zu und rief: „Rabboni!“ Sie war so glücklich, dass sie kaum sprechen konnte. Jesus war auferstanden! Später an diesem Tag erschien Jesus allen Jüngern. Er stand in der Mitte des Raumes, in dem sie versammelt waren. „Friede sei mit dir!“ sagte Jesus. Sie waren alle erstaunt und voller Freude. Thomas war zu diesem Zeitpunkt nicht da und glaubte zunächst nicht. Doch eine Woche später erschien Jesus erneut und Thomas glaubte. Jesus lebt! Er ist wirklich lebendig! Die Jünger gingen hinaus und predigten allen die gute Nachricht. Die Botschaft von der Auferstehung Jesu verbreitete sich auf der ganzen Welt.
Jedes Bibelbuch enthält eine kostenlose Geschichte – die komplette Bibliothek wird in der FaithSow-App geöffnet
Jedes Bibelbuch enthält eine kostenlose Geschichte – die komplette Bibliothek wird in der FaithSow-App geöffnet