Als Jesus in Jerusalem einzog, ging er direkt in den Tempel. Das Haus Gottes soll heilig sein, ein ruhiger Ort, an dem jeder beten kann. Aber als Jesus aufblickte, war der Tempel voller Händler. Einige verkauften Kühe, andere Schafe, wieder andere Tauben, und wieder andere saßen an Tischen, wechselten Geld und verlangten Gebühren. Rinder brüllten, Schafe blökten, und Geschrei erfüllte den Vorhof so laut, dass kein stiller Winkel zum Beten übrig blieb. Das Herz Jesu war tief betrübt. Das Haus Gottes war zu einem Markt geworden! Er nahm einige Schnüre und machte eine kleine Peitsche, mit der er die Tiere sanft nach draußen trieb. Er stieß die Tische der Geldwechsler um, und die Münzen klirrten auf dem Boden. Jesus sagte mit fester Stimme: "Mein Haus ist ein Haus des Gebets, ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht." Alle Anwesenden wurden still. Als es im Tempel still geworden war, setzte sich Jesus hin und belehrte die Menschen sanft. Das Haus Gottes ist heilig und darf nicht durch Geld und Gier verunreinigt werden. Es ist ein Haus des Gebets, ein Ort, an den die Menschen kommen, um gesegnet, geheilt und gehört zu werden. Am Ende schauten die Kinder mit großen Augen zu und dankten für Jesus, der den Tempel mit Liebe und Heiligkeit gereinigt hat.
Sehen Sie sich Jesus an. Er liebte alle Menschen und war so sanftmütig, und doch war es ihm sehr ernst damit, dass "das Haus Gottes schmutzig gemacht wird". Warum? Weil der Tempel Gottes "heilig" ist. Er muss abgetrennt und dem Gebet gewidmet sein und darf nicht durch Verkauf, Gier oder Lärm überfüllt sein. Aus dieser Geschichte lernen wir drei Dinge. Erstens: "Heiligkeit" bedeutet Abgeschiedenheit. Gottes Haus, unsere Zeit der Anbetung und unsere anbetenden Herzen müssen Gott mit voller Aufmerksamkeit gewidmet sein und dürfen nicht mit dem Markt verwechselt werden. Zweitens ist der Tempel für das "Gebet" da. Wenn wir vor Gott treten, müssen wir unser Herz zur Ruhe kommen lassen, aufrichtig mit ihm sprechen, uns ihm hingeben und uns von ihm heilen und leiten lassen. Drittens sind auch unsere Herzen Gottes Tempel. Jesus ist bereit, den lärmenden "Markt" in uns auszuräumen. Gier, Eifersucht, Lügen und schlechte Gedanken müssen vertrieben werden, damit unsere Herzen zu einem ruhigen, vom Gebet erfüllten Haus werden können, in dem Gott wohnt.
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